Studienreisen in Italien – Ich kam, sah und schwärme noch immer

Rom, Forum RomanumVor 2000 Jahren marschierten Legionäre über diese Straßen: perfekt im Gleichschritt, in Reih und Glied, mit Sandalen an den Füßen. Rom und sein Umland erzählen noch heute von der Zeit als Weltreich, aber auch von dessen Vergänglichkeit.

bfs – Stolz und aufrecht schritten die Bürger der Weltmacht Rom einst über das Kopfsteinpflaster. Schon von Weitem ließ die weiße Toga mit dem Purpur-Streifen ihren hohen Stand erkennen. Es ging vorbei an der Regia, wo sich der Amtssitz des Oberpriesters befand, am Tempel des vergöttlichten Caesars und direkt zum Herz des Forum Romanum. Hier war das Zentrum des täglichen Lebens. Es wurde diskutiert, Geschäfte wurden abgeschlossen und in der benachbarten Curia tagte das Gericht. In einem der pompösen Gebäude befand sich die Senatshalle. Von dort wurde das gesamte Römische Weltreich regiert.
Noch heute herrscht Trubel auf dem Forum, wenn auch eher durch Touristen als durch Senatoren und Händler. Unter anderem führt Tanja Schultz von Karawane Reisen Besucher im Rahmen der Tour „Römisches Wochenende“ durch die ewige Stadt. Voller Ehrfurcht und mit offenen Mündern folgt ihr die deutsche Gruppe über die Reste breiter Steintreppen, vorbei an den riesigen Säulen und Bögen, die Straße entlang bis zum Kolosseum. Immer noch schindet das geschichtsträchtige Gelände Eindruck. Bei einem Besuch fällt aber vor allem das ins Auge, was von den aufwendigen Bauten nicht mehr vorhanden ist. Nicht nur die schier grenzenlose Macht des römischen Volkes, sondern auch deren Untergang spiegelt sich in den Ruinen wider.
Weniger düster ist der Ausgang der Geschichte an anderen Ecken Roms. Zahlreiche Künstler wie Michelangelo, Raffael und Bernini hinterließen Gemälde, Skulpturen und architektonische Meisterwerke, die es zu entdecken gilt. Dazu zählt selbstverständlich auch der Petersplatz in der Vatikanstadt, dem Zentrum des Christentums. Zahlreiche Gläubige pilgern regelmäßig hierher, um Hoffnung und vielleicht auch sich selbst zu finden.

Andere Völker, andere Sitten
Ein völliger Gegensatz zur Hauptstadt Italiens wartet gleich im Norden Roms. Nur wenige Touristen streifen durch die malerische Landschaft Nord-Latiums und Umbriens. Dabei ist die Region durchaus einen Besuch wert. Unter der Leitung von Dr. Christoph Höllger von Karawane Reisen gelangt man beispielsweise zu den wichtigsten Zentren der etruskischen Zivilisation und wird mit einigem Insiderwissen ausgestattet. Über 500 Jahre lang konnte sich das Volk ungestört ausbreiten und eine eindrucksvolle Kultur kreieren, bevor es von den Römern besiegt wurde. Etruskische Bräuche und Architektur werden in der Studienreise „Italien – Das Land im Norden Roms“ beleuchtet. Dazu gehört vor allem der ausgeprägte Totenkult. Bei der Ausgrabungsstätte in Tarquinia bei Viterbo staunen Besucher über mehrere bemalte Grabkammern. Ganz andere Ausmaße hat der Friedhof aus dieser Zeit allerdings in Cerveteri. Hier wurde mit zwölf Hektar ein Teil der Totenstadt ausgegraben – und der Name ist Programm. Die Gräber wurden Wohnungen inklusive Mobiliar nachempfunden und mit allem ausgestattet, was man zum Leben im Jenseits benötigen könnte. In der Antike umfasste diese sogenannte Nekropole eine Fläche von etwa 400 Hektar.

Mit allen Sinnen unterwegs
Wer den Fokus lieber auf landschaftliche Reize legt, freut sich über die „Wanderstudienreise im wildromantischen Umland des Apennin“. Das Hinterland der Adriaküste ist in der Region Emilia-Romagna kaum touristisch erschlossen, was ungestörte Ausflüge verspricht. Bereits der italienische Ausgangspunkt ist dabei ganz entscheidend. Die Gemeinde Bagno di Romagna behauptet nämlich von sich, ein Tempel des langsamen Lebens zu sein. „Man sieht und lernt viel auf dem Trip. Dennoch steht der Genuss im Vordergrund“, erklärt Steffen Albrecht vom Veranstalter Karawane Reisen. „Zum einen betrifft das die unverfälschte traditionelle Küche. Zum anderen das ruhige Vorgehen ohne Hektik, sodass sich jeder an den landschaftlichen Schönheiten satt sehen kann.“ Zu den Höhepunkten in der Natur zählen die Hügel am Rand des Appennin, die großen Tannen- und Buchenwälder sowie die Wasserfälle von Acqua Cheta, die bereits Dante in seinem Werk „Inferno“ beschrieben hat. Bei Sarsina hingegen wird der Gaumen mit Wein und in Grotten gelagertem Käse verwöhnt. Egal auf welchen Wegen, Mittelitalien präsentiert sich immer abwechslungsreich, spannend und voller Kulturschätze. Dass es den Römern in der üppigen Region so gut ging und dass sie von hier aus ein Weltreich aufbauen konnten, ist leicht nachzuvollziehen.
Mehr Informationen zu den Touren sowie weitere Studienreisen durch Mittelitalien aus dem Programm von Karawane Reisen gibt es unter www.karawane.de.

Angebot
Italien – Das Land im Norden Roms
1. Tag: Frankfurt – Rom – Spoleto
2. Tag: Spoleto
3. Tag: Der Piano Grande
4. Tag: Über Orvieto nach Viterbo
5. Tag: Viterbo und Umgebung
6. Tag: Die Welt der Etrusker
7. Tag: Pasticcio
8. Tag: Sutri – Rom – Frankfurt
Reisezeit: 15.05.2015 – 22.05.2015
Gruppengröße: zwischen 12 und 22 Personen
Reiseleitung: Dr. Christoph Höllger
Inklusive Linienflüge ab/bis Frankfurt, 3 ÜN im Vier-Sterne-Hotel dei Duchi sowie 4 ÜN im Vier-Sterne-Hotel Mini Palace, Infomaterial, Mahlzeiten und Eintrittsgelder laut Reiseprogramm
ab 2275,- Euro pro Person

Reiseplanung und Buchung
Karawane Reisen GmbH & Co. KG
Schorndorferstr. 149
D-71638 Ludwigsburg
Tel: +49 7141-28 48 0
info@karawane.de
www.karawane.de

Autor: bfs (Katharina Pfaff)
Bilder: bfs / Karawane Reisen / Fototeca ENIT: Gino Cianci,  Vito Arcomano, Sandro Bedessi

Bildmaterial zum Download

Rom, Forum Romanum Noch heute wirkt das Forum Romanum pompös und beeindruckend. (bfs / Karawane Reisen)
Fonti del Clitunno Die wildromantische Region Umbriens ist einen Besuch wert. (bfs / Fototeca ENIT: Gino Cianci)
Cerveteri -Necropoli etrusca Die Totenstadt in Cerveteri besteht aus kleinen Häusern für die Verstorbenen. (bfs / Fototeca ENIT: Sandro Bedessi )
Vito_Arcomano_FototecaENIT Das Hinterland des Apennin ist kaum touristisch erschlossen. (bfs / Fototeca ENIT: Vito Arcomano)

 

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