Abenteuer in Kanada: Hugh, ich habe gecampt!

teepee_prEin Zelt, ein Feuer und der große Bruder am Marterpfahl – was braucht ein gelungener Urlaub mehr? In kanadischen Tipi-Camps verbringen Familien sowie Freunde spannende Tage in der Natur und leben wie ein Indianerstamm.

bfs – Es ist Sonnenaufgang und ein Mann kriecht langsam aus seinem Zelt mitten in der Prärie. Kurz begutachtet er den in der Ferne kreisenden Weißkopfseeadler vor dem Hintergrund der Bergkette und macht sich anschließend barfuß auf zum Fluss, wo sein Kanu liegt. Bei dem Naturburschen handelt es sich allerdings um keine Rothaut, sondern um den Häuptling einer modernen Familie. Zusammen verbringen sie ihren Urlaub naturverbunden in einem Tipi-Camp in den kanadischen Rocky Mountains.

Mittlerweile bieten einige dieser Lager das Erlebnis an, vorübergehend wie ein amerikanischer Ureinwohner zu leben, so beispielsweise auch die Goldenwood Lodge in Britisch Kolumbien. Das Grundprinzip dabei ist ein enger Kontakt zur Natur, den heute viele Menschen verloren haben, mit dennoch bequemen und sauberen Unterkünften. Selbst Winnetou könnte sich nirgends wohler fühlen. Kilometerweit entfernt liegen Großstadt, Autolärm, Einkaufszentren und Arbeitsstress. Stattdessen werden den Gästen Berge, weite Ebenen, Flüsse und Seen geboten, wo sie einfach abschalten können. Selbst die Organisation der Reise im Voraus kann man Veranstaltern wie den Kanada-Spezialisten von Fasten Your Seatbelts überlassen. Was sich im ersten Moment nach viel Ruhe und gelangweilten Jugendlichen anhört, bietet aber auch Energiebündeln genügend Raum, sich völlig ungezwungen und frei auszutoben.

Unterwegs in den Jagdgründen
In vielen Camps werden Pferde für Ausritte angeboten, mit denen sich die umliegenden Wälder und Wiesen erkunden lassen. Gerade in Kanada stößt man dabei auf ein außergewöhnliches Tierreich. Neben Bibern, Hirschen und Kojoten kann einem hier durchaus ein Bär über den Weg laufen. Am Himmel geht es ebenso turbulent zu. Zugvögel fliegen an den Rocky Mountains entlang, die sich bis nach Montana im Süden erstrecken. Dadurch finden aufmerksame Beobachter eine Vielzahl an Arten über ihren Köpfen, zu deren Highlights sicherlich die Fisch- und Weißkopfseeadler gehören.

Wahre Rothäute sind an Wasser ebenso viel unterwegs wie an Land, daher liegen bei den Camps auch Kanus, Kajaks oder ähnliches parat. Eine Wettfahrt auf dem Fluss, Fischen im See oder einfach nur Schwimmen und Planschen macht Groß und Klein Spaß.
Abseits der Indianer-Pfade finden Sportler in den Rockies einen Adrenalin-Kick. Neben einer einfachen Bergwanderung können hier auch abenteuerliche Wege erstiegen oder steile Felsen erklettert werden. Mountain-Biker kommen ebenfalls auf ihre Kosten und können fast überall zwischen einfacheren und harten Strecken wählen. In jedem Fall sollten aber trotz Lift eine gute Kondition und sicheres Fahrkönnen mitgebracht werden, denn steil und holprig nach unten geht es immer.

Nach einem ereignisreichen Tag geht es zurück ins Tipi-Dorf, wo man zusammen gemütlich am Feuer grillt und Pläne für den nächsten Tag schmiedet. Dafür haben die Betreiber der Camps meist auch noch den ein oder anderen Insider-Tipp auf Lager. „Vom allabendlichen Beisammensitzen an der eigenen Feuerstelle schwärmen besonders unsere Familien immer“, erklärt Thomas Lehr, Eigentümer von Fasten Your Seatbelts. „Es gibt in der kanadischen Wildnis so viel zu erleben, das man gerne gemeinsam noch einmal Revue passieren lässt.

Naturvolk mit Komfort
Wie einst die Ureinwohner wahren auch die Camp-Betreiber den Respekt vor der Natur und schaffen eine Möglichkeit, mit ihr in Einklang zu leben. So wird kein spezielles Resort für die Tipi-Dörfer angelegt, sondern sie fügen sich in ihre Umgebung ein, indem sie diese kaum verändern. Dazu gehört eine gründliche Müllentsorgung ebenso wie Bio-Lebensmittel und biologisch abbaubare Wasch- und Reinigungsmittel. Chemie gab es bei den Indianern schließlich auch nicht.
Anders als im Wilden Westen ist das Leben der Neuzeit-Apachen allerdings durchaus komfortabel. In den Tipis bieten Matratzen eine weiche Schlafunterlage und im allgemeinen Aufenthaltsraum finden fröstelnde Squaws einen beheizbaren Unterschlupf. Grundsätzlich stehen auch Wasch- und Duschräume zur Verfügung, damit die natürlichen Gewässer nicht durch chemische Seife verunreinigt werden. Bei schlechtem Wetter kocht man statt über der Feuerstelle einfach in der Küche und sogar Internetzugang ist gewährleistet. Wie viel Indianer man also tatsächlich ist, kann jeder selbst entscheiden.

Fakten:
Die Goldenwood Lodge in British Columbia:
– im Blaeberry Tal in den Rocky Mountains zwischen den Flüssen Columbia       und Kicking Horse
– 5 Tipis beherben bis zu 4 Personen (1 Doppel, 2 Einzel Betten)
– 2 Tipis haben Platz für 5 Personen (1 Einzel, 2 Doppel Betten)
– voll ausgestattete Gemeinschaftsküche
– Grillplatz mit gratis Feuerholz
– leihbare Mountain-Bikes
– gratis zu benutzendes Kanu
– Hauptsaison: 13. Juni bis 7. September 2016

Reiseplanung und Buchung:
Fasten Your Seatbelts
Auf dem Bürgel 6
D-64839 Münster / Altheim
Tel: +49 60 71-6 66 20
info@kanadareisen.de
www.kanadareisen.de

Autor: bfs
Bilder: bfs / Goldenwood Lodge, Brand Canada Library

Bildmaterial zum Download:

teepee_pr Camp-Betreiber wahren den Respekt vor der Natur.
Rafting_pr Im Wasser hat man ebenso Spaß wie an Land.

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